Ein Fahrradnetz für NRW

Es müssen mehr als 66.000 Unterschriften gesammelt werden, damit sich der Landtag mit den Forderungen des Bündnis “Aufbruch Fahrrad” befassen wird. Die Forderungen für ein besseres Radnetz und das Ziel, den Anteil von Radfahrern von 8% auf 25% bis 2025 zu erhöhen, kann man in dem Artikel in der WN oder auf der Webseite nachlesen.

In Nottuln hat sich ein lokaler Unterstützerkreis gebildet, der für die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ Unterschriften sammelt.

Fahrradfahren ist gesund und gut für die Umwelt. Darin sind sich eigentlich alle einig. Aber viele Menschen lassen sich dennoch vom Umstieg vom Auto aufs Rad abhalten, weil sie die Bedingungen für ungünstig halten. Sie fühlen sich als Radler nicht sicher im Straßenverkehr oder finden keine geeigneten Strecken, auf denen sie ihre täglichen Wege schnell und bequem zurücklegen können. Um für bessere Bedingungen für Radler zu kämpfen, hat sich die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ gegründet. Unterstützung gibt es auch aus Nottuln.

Die Initiative „Nottuln Nachhaltig“, die Ortsgruppe Nottuln von Bündnis 90/Die Grünen, der ADFC Nottuln und Fahrradhändler Sascha Hanning sammeln Unterschriften für die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“. „Die ersten rund 80 Nottulner haben auch schon mit ihrer Unterschrift deutlich gemacht, dass sie den Ausbau des Fahrradverkehrs unterstützen“, erklärte Sandra Johann von der Initiative „Nottuln nachhaltig“.

Die Initiatoren dieser Volksinitiative sind der Verein Radkomm, der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) NRW und weitere etwa 100 Vereine, Verbände und Initiativen.

Auch in Nottuln und Umgebung, so heißt es von den lokalen Unterstützergruppen, werde der Autoverkehr immer mehr, gehörten Stress und Parkplatzmangel zur Tagesordnung. „Trotzdem steigen immer noch viele Menschen ins Auto, auch weil sie auch den Eindruck haben, nicht sicher und komfortabel Radfahren zu können“, so das lokale Aktionsbündnis. Etwa die Hälfte aller Autofahrten entfalle auf kurze Strecken, auf Fahrten bis fünf Kilometer. Genau diese Fahrten ließen sich problemlos mit dem Fahrrad zurücklegen.

Die Unterschriftenbögen zur Unterstützung der Initiative „Aufbruch Fahrrad“ liegen auch weiter im Fahrradgeschäft Hanning aus. Wer beim Sammeln von Unterschriften helfen möchte oder ein Geschäft kennt, das Sammelstelle werden möchte, kann sich per E-Mail an
kontakt@aufbruch-fahrrad.de – Stichwort Nottuln – melden.

Auch die Gemeinde Nottuln begrüßt es, dass sich Bürger für bessere Bedingungen für Radler engagieren. Sie hat sich ebenfalls auf die Fahnen geschrieben, den Nottulnern den Umstieg aufs Rad schmackhaft zu machen, schildert die lokale Initiative. Einbahnstraßen seien für Fahrradfahrer geöffnet und Radwegebenutzungspflichten aufgehoben worden (die Radwege können dabei weiter befahren werden). Ein aktuelles Projekt sind weitere abschließbare Fahrrad-Abstellanlagen am Bahnhof Appelhülsen.

Gabriele Mense-Viehoff, Agenda-Beauftragte in der Gemeindeverwaltung, freut sich über Anregungen und Wünsche der Bürger zu diesem Thema
(E-Mail-Kontakt: agenda21@nottuln.de).