3.5.2019 – Save the date!

Heute ist es soweit! Deutschland hat seinen persönlichen Earth Overshoot Day. Dieser Tag bestimmt, zu welchem Zeitpunkt die Menschheit alle Ressourcen, die die Erde innerhalb eines Jahres zur Verfügung stellt, aufgebraucht hat. Ab diesem Zeitpunkt verbrauchen wir somit mehr Ressourcen, als uns die Erde innerhalb eines Jahres liefern kann.

Erstrebenswert wäre es natürlich, wenn wir erst gar nicht in diesen defizitären Bereich kommen, aber der Trend geht eher in die Richtung, dass der Earth Overshoot Day immer früher im Jahr stattfindet.

Der Earth Overshoot Day für die komplette Welt ist tatsächlich erst später, aktuell meist Anfang August (2018 war es der 1. August, das entspricht einem Jahresverbrauch von 1,7 Erden). Würde die Welt so viele Ressourcen wie Deutschland verbrauchen, wäre der Tag bereits heute, was ungefähr drei Erden entsprechen würde!

Wenn man sich die Liste aller Länder anschaut, gibt es einen sehr klaren Zusammenhang zwischen Wohlstand im westlichen Sinne und ökologischem Fußabdruck, die Länder ganz unten in der Liste sind meist sehr arme Länder aus Zentralafrika oder Südamerika.

Zum einen ist für mich natürlich ein Antrieb, in Sachen Nachhaltigkeit aktiv zu werden, meinen Anteil an den 3 Erden zu verringern und meinen Kindern dafür ebenfalls das nötige Wissen mitzugeben.

Auf der anderen Seite frage ich mich, was passieren würde, wenn der sehr nachvollziehbare Wunsch nach etwas mehr Wohlstand der Länder am Ende der Liste Realität wird und dadurch der eh schon zu hohe Durchschnitt von 1,7 Erden noch viel schneller wächst.

Ich glaube, es ist schwierig, nur weil wir bereits 100 Jahre früher mit dem überproportionalen Verbrauch an Ressourcen begonnen haben und dadurch zu einem sehr reichen Land geworden sind, anderen diesen Wohlstand vorenthalten zu wollen. Dennoch verschärft dieser Umstand noch weiter die Situation. Einer von sicherlich inzwischen vielen Versuchen, dafür eine bessere Lösung zu finden, kommt von Tim Jackson, einem britischen Professor für Sustainable Development am Centre for Environmental Strategy an der University of Surrey, nämlich Wohlstand etwas anders zu denken, Wohlstand ohne Wachstum.

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